Angriff auf saudische Ölförderung

Von: Christoph Eichholz | 16.09.2019
Angriff auf saudische Ölförderung

Was ist passiert?
Am Samstag wurden zwei Anlagen des Ölkonzerns Aramco angegriffen – augenscheinlich mit Drohnen und Cruise-Missiles. Der Angriff hat die saudische Ölförderung empfindlich getroffen – und dafür gesorgt, dass die weltweite Ölförderung erstmal um ca. 5% sinkt.

Wer wars?
Die Huthi-Rebellen im Jemen haben sich zu diesem Anschlag bekannt. Für einen Angriff mit so anspruchsvollen Waffensystemen braucht man aber eine wohlorganisierte Armee. Daher ist höchstwahrscheinlich auch der Iran involviert. 

Was bedeutet das?
Die akute Ölversorgung ist erst einmal sichergestellt – nicht zuletzt, weil die USA ihre strategischen Ölreserven freigeben. 

Allerdings …
… könnte es länger dauern, bis die Saudis wieder die gewohnte Mengen liefern.

Hinzu kommt, …
… dass die Iranfrage in einer Sackgasse steckt: US-Präsident Trump hat das Atom-Abkommen gekündigt und die Sanktionen gegen das Land verschärft. Nun versucht der Iran anscheinend, Druck auszuüben. So sollen die USA gezwungen werden, ihre Sanktionen wieder zu lockern.

Eine Lösung …
… ist dabei nicht in Sicht. Denn Trump hat sich auf den Iran eingeschossen. Ein Nachgeben wäre eine komplette Kehrtwende. Und ob Vergeltungsmaßnahmen der USA (auch militärische) irgendeine Wirkung erzielen, bleibt zweifelhaft. Denn der Iran hat eigentlich nichts mehr zu verlieren: Bleibt es bei den harten Sanktionen, blutet das Land wirtschaftlich aus. 

Daher …
… könnte es bald zu weiteren Angriffen auf den Ölnachschub kommen. Diese Aussichten lassen den Ölpreis steigen. Experten rechnen damit, dass sich ein Barrel mittelfristig von zuletzt 55 auf 70-75 Dollar verteuert.

Ein hoher Ölpreis …
… ist allerdings Gift für die globale Konjunktur. Genau darauf könnten die Iraner aber auch abzielen: Dank Handelskrieg steht die US-Wirtschaft sowieso schon auf der Kippe. Stürzt sie in eine Rezension, wäre Trumps Wiederwahl gefährdet. 

Merke:
Neben Zollstreit, Brexit & Italiens Staatsschulden wird der Ölpreis eventuell zur nächsten großen Gefahr für die Weltwirtschaft. 

Psychologie spielt dabei auch eine Rolle: 
Drohnen & Cruise Missiles waren bislang die “Waffen des Westens”, Symbole seiner militärischen Überlegenheit. Wenn nun (der Iran und) iranfreundliche Milizen erfolgreich damit hantieren , wirkt das noch bedrohlicher als die Attacke selbst. Darüber hinaus könnten auch wieder Zweifel aufkommen, ob Donald Trump seinem anspruchsvollen Amt gewachsen ist. 

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